Energievampire


Der Energievampir

Wer kennt das nicht: Sich ausgelaugt fühlen, schlapp… ja mithin nahezu kraftlos. Aber gemeint ist hier nicht, dass man diesen Zustand selbst verschuldet hat, sondern das das eine Folge äußerer Umstände ist oder besser gesagt durch andere Menschen verursacht wurde.

Dem Energievampir!

Selbstverständlich gibt es nicht „DEN“ Energievampir. Dieses Phänomen gestaltet sich viel diffiziler.

Energievampire hungern nach Aufmerksamkeit, denn wer jemandem Aufmerksamkeit widmet, der widmet ihm auch Energie. Deshalb bringen sich Energievampire gern in den Mittelpunkt. Das Schmarotzen an fremder Energie geht häufig über lange Zeiträume leidlich gut – bis eines Tages sein Opfer erkrankt, die Flucht ergreift oder auf andere Weise die Erschöpfung seiner Energien kundtut.

Grob eingeteilt treten unserer Meinung nach 3 Hauptformen auf:

1. Der Absichtliche – Bewusste

2. Der Unabsichtliche – Unbewusste

3. Der Vorrübergehende

 

Doch was bedeutet das nun im Alltag:

Der absichtliche Energievampir

Diese Form des Energievampirismus tritt verhältnismäßig häufig auf. Allerdings muss man fairerweise hinzufügen, dass es sehr oft selbstverschuldet ist wenn diese Menschen in unser Leben treten. Durch die eigenen Signale: immer nett zu sein, helfen zu wollen und zuhören zu können usw.

Das macht es diesen Vampiren äußerst leicht, uns als ihr potentielles Opfer auszuwählen.

Nicht selten findet man sie im „Freundes“- oder Kollegenkreis. Denken Sie einmal darüber nach. Gibt es Personen in Ihrem Umfeld die Sie ständig um Hilfe bitten oder mit ihren Sorgen überhäufen ohne einmal selbst helfen zu wollen oder für Ihre Sorgen ein offenes Ohr haben?!

Leider trifft es nur allzu oft zu: „Gutmütigkeit ist Dummheit und Dummheit wird ausgenutzt!“

Der unabsichtliche Energievampir

Hier wird es schon etwas schwieriger. Kaum merklich wird Energie gezogen und das mit einer hartnäckigen Beständigkeit. Das resultiert gern aus gewisser Verbundenheit, bis hin zu einem wohl falsch verstandenen „Pflichtgefühl“. Typisches Beispiel: Eltern-Kind-Verhältnis. Dabei ist sowohl die eine, wie auch die andere Richtung möglich. Aber auch andere verwandtschaftliche bzw. berufliche Verbindungen können diese Form des Energievampirismus erzeugen. Kaum merklich werden gewisse „Schuldgefühle“ erzeugt. Man kann ja sein Gegenüber nicht mit der unterschwellig erzeugten, besser gesagt suggerierten, Hilflosigkeit allein lassen. (Doch, kann man!)

Und noch ein weiterer Vertreter dieser Zunft muss hier angeführt werden: Die ewigen Jammerer. Ständig wird die Schuld am eigenen Scheitern bei anderen gesucht. Die ganze Menschheit ist nur dafür da, diesen Leuten das Leben schwer zu machen. Achten Sie bei nächster Gelegenheit einmal darauf wie schnell sich dadurch auch ihre Stimmung ins Negative kippen kann. Sollten Sie versuchen positive Gefühle wecken zu wollen oder Ihre eigene Zufriedenheit auszustrahlen, laufen Sie permanent Gefahr das Ihr Glück entweder klein geredet oder voller Neid betrachtet wird.

Allerdings muss man sich vor Augen halten, das das nicht wirklich böse Absicht ist, sondern lediglich als „Selbstverständlichkeit, mit eine gewissen Portion Unverständnis“ mittransportiert / gesendet wird.

Der vorrübergehende Energievampir

Und das ist der wohl am häufigsten Vorkommende. Leider kann man sich diesem Energievampir nicht wirklich entziehen, besser gesagt, man kann das nicht verhindern. Schließlich leben wir nicht im luftleeren Raum, haben mit allerlei verschiedenen Menschen Kontakt, gerade in der Öffentlichkeit.

Aber wer zählt nun dazu? Das kann sehr unterschiedlich sein. Zum Beispiel Jene, die Ihnen im Supermarkt mit ihrem Einkaufswagen schon fast in die Hacken fahren; die im Caffé keinen Blickkontakt suchen, sondern Sie regelrecht anstarren oder auch Menschen, welche durch ihre durchdringende Stimme auf sich aufmerksam machen müssen, Menschen die Sie ungefragt antatschen müssen, Ihnen auf die Pelle Rücken und auf plump vertraulich machen und, und, und…

Wie kann man sich nun davor schützen?

Das ist eine gute Frage. Da kommt dann gern von Vielen – Rituale -. Ein schön hochtrabendes Wort. Wie diese auch immer aussehen mögen… ich will das hier auch nicht in Abrede stellen, wen es hilft, nur zu.

Der schwarze Turmalin. Den trage ich allerdings auch.

Ansonsten halte ich es mit ganz konkreten Abwehrmechanismen.

1. Erst einmal gut in sich selbst hinein hören. Was will man eigentlich selber und kann und will man mit dem Gegenüber auch umgehen?

2. Gibt es Gemeinsamkeiten und findet hier ein gegenseitiger Austausch statt oder ist die ganze Sache nur ein einseitiges Ziehen?

3. Kann man von seinem Gegenüber auch einmal Hilfe erwarten ohne gleich den Eindruck vermittelt zu bekommen das man im Gegenzug auch etwas tun muss?

 

Ist meiner Meinung nach mindestens eine Frage mit NEIN beantwortet, dann sollten Sie selber aktiv werden.

1. Hilfreich ist es konkret zu sagen was man möchte und was nicht. Setzen Sie Grenzen!

2. Erwarten auch Sie Hilfe von Ihrem gegenüber; ja auch Sie dürfen etwas erwarten ohne das der andere in Ohnmacht fallen sollte!

3. Sagen Sie auch mal „nein“. Ja, Sie lesen richtig. Verweigern Sie durchaus einmal Ihre Hilfe. Da trennt sich dann sehr schnell die Spreu vom Weizen! Der echte Energievampir zieht sich sehr schnell zurück und lauert auf sein nächstes Opfer. Probieren Sie es einmal aus wenn Sie den Verdacht haben, Sie hätten Besuch von einem Vampir. Sie werden erschrocken sein wie schnell es zur Aufbruchsstimmung kommt und Sie tagelang nichts mehr hören werden.

4. Nehmen Sie sich aus bedrückenden Stimmungen heraus. Die meisten von uns haben das gewisse Bauchgefühl. Stimmen Sie einfach mit Ihren Füßen ab und verlassen Sie diese doch sehr unangenehme Umgebung.

 

Das mag im ersten Moment alles etwas egoistisch klingen. Aber jetzt bloß nicht auf diesen Gedanken verfallen und sich diesbezüglich Schuldgefühle einreden! Genau das wäre ja das Ziel des Energievampirs und er könnte unverfroren weitersaugen.

Und noch zwei kleine Bemerkungen.

Sicherlich haben Sie das Recht auch Erwartungen an Ihrem Gegenüber zu haben. Nur setzen Sie diese nicht zu hoch an. Die Enttäuschungen fallen dann umso geringer aus.

Beziehen Sie die schlechte Laune der anderen nicht immer auf sich persönlich. In der Regel haben Sie damit noch nicht einmal etwas zu tun.

 

Es gibt immer Menschen, die Freude, Leichtigkeit und Energie in Ihr Leben bringen. Es macht Spaß, mit ihnen zusammen zu sein. Also umgeben Sie sich lieber mit Diesen, ohne selbst zum Energievampir zu werden.


Kommentare sind geschlossen.